Die Organisationsstruktur des
Kommando Schiffe und Boote der Luftwaffe, Kiel

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Die ersten Um- und Neubauten von Schiffen und Booten für die Luftstreitkräfte der Reichsmarine erfolgten von 1928 bis 1934 für die Deutsche Verkehrsfliegerschule in Warnemünde. Die Deutsche Verkehrsfliegerschule war eine Tarnorganisation der Reichsmarine für ihre Luftstreitkräfte, da laut Versailler Vertrag Deutschland der Besitz von Militarflugzeugen verboten war. Mit der offiziellen Gründung der Luftwaffe am 1. März 1935 übernahm das am 1. März 1934 aufgestellte Luftkreiskommando VI (See) mit Sitz in Kiel, bis zum 31. März 1935 als Gehobenes Luftamt VI bezeichnet, die Schiffe und Boote der Deutschen Verkehrsfliegerschule. Diese wurden direkt der Luftzeugrguppe (See) als Gruppe Schiffe und Boote unterstellt. Am 12. Oktober 1937 wurde das Luftkreis-Kommado VI (See) in Luftkreis-Kommando 6 umbenannt.
Am 04.02.1938 wurde das Luftkreis-Kommando 6 mit Auflösung der Luftkreise zum Luftwaffenkommando See umgegliedert. Gleichzeitig wurde auch die Luftzeuggruppe (See) umgewandelt in Stab und 7 Gruppen und aus der Gruppe Schiffe und Boote wurde die Gruppe Lz VI.

Am 01.04.1939 wurde dieses Luftwaffenkommando (See) aufgelöst und die Luftzeugruppe (See) mit der Gruppe Lz VI wurde dem General der Luftwaffe beim Oberfehlshaber der Marine General der Flieger Hans Ritter unterstellt. Am 13.08.1940 wurde die Gruppe Lz VI in das Kommando der Schiffe und Boote der Luftwaffe umgewandelt und bildete eine selbstständige Einheit. Das Kommando Schiffe und Boote bliebt nach der Auflösung der Luftzeuggruppe (See) am 29.08.1944 weiterhin bestehen und wurde in jeder Hinsicht dem General des Seewesen der Luftwaffe unterstellt. Am 24.11.1944 wurde diese Unterstellung aufgegeben und die weitere Umgliederung des Kommandos Schiffe und Boote in das Kommando Luftwaffen-Versorgung See befohlen.

Gliederung und Aufgaben des Kommandos Schiffe und Boote

Aufgaben:

Der erweitere Aufgabenbereich des Kommando Schiffe und Boote umfaßte ab 1939 u.a.:

01.01.1939 gehörten 590 Seefahrzeuge zum Bestand.
01.01.1940 war der Bestand an Seefahrzeugen auf 729 angewachsen.
01.12.1943 umfaßte der Bestand 1091 Seefahrzeugen.

Zu den u.g. Aufgabenbereich zählt auch die Seemännische Ausbildung für die Besatzungen der Schiffe und Boote der Luftwaffe. Die seemännische Ausbildung erfolgt bisher in Lehrgruppen bei den Flieger-Ergänzungsbatallione (See) 16 (Schleswig) und 26 (Cammin). Diese Lehrgruppen wurden aufgelöst am 01.03.1941. Gleichzeitig wurden folgende Lehrgänge bei beim Kommando Schiffe und Boote der Luftwaffe aufgestellt. Am 23.05.1941 ging der Aufstellungsbefehl Nr. 6743/ 41 ein, daß die Seefahrtschule der Luftwaffe in Lobbe aufzustellen ist, dazu wurden die bisherigen Ausbildungsgruppen I – III nach Lobbe verlegt.

Ausbildungsleiter: Oberstlt. Eugen von Beulwitz

Seemännische Ausbildungsgruppe I, Standort: Schleswig
Für seemännische Grundausbildung der Schiffs- und Bootsbesatzungen der Luftwaffe.

Seemännische Ausbildungsgruppe II, Standort: Pütnitz
Für seemännische Weiterbildung und Steuermannsausbildung.

Seemännische Ausbildungsgruppe III, Standort: Travemünde
Für technische Ausbildung und Weiterbildung von Motorenanwärtern auf Schiffen und Booten der Luftwaffe.

Zudem wurde die Taucherschule der Luftwaffe, Standort: Warnemünde am 01.03.41 dem Kommando Schiffe und Boote / Seefahrtschule der Luftwaffe unterstellt. Taucherlehrgänge fanden u.a. auch in Travemünde statt.

Gliederung:

Befehlshaber: Oberst Hermann Schantz (04.02.38 – 31.10.44)